
© MV Tourismus GmbH · Foto: stock.adobe.com – сергей большаков, Danny Gohlke · Made by WERK3.de · Kampagne #natürlichMitVerantwortung
Ostsee-Natur respektieren: 8 Regeln für Strand, Dünen und Wald
Weißer Sand, Strandhafer in der Abendsonne, ein Seeadler über dem Bodden: Die Ostsee ist so schön, weil ihre Natur noch intakt ist. Damit das so bleibt, gibt es ein paar einfache Regeln. Hier findest du die acht wichtigsten, mit Tipps für unterwegs und den Tieren, die dir selbst erklären, worauf es ankommt.
Die 8 Regeln für unterwegs an der Ostsee
🌿 Natur Natur sein lassen
Du bist am Strand, in den Dünen und im Küstenwald im Zuhause von Tieren und Pflanzen. Schon kleine Eingriffe bringen dort viel durcheinander.
Tipp: Schau, staune, fotografiere – und lass alles so zurück, wie du es vorgefunden hast.
🥾 Auf den Wegen bleiben
Wege, Bohlenstege und Strandübergänge sind extra angelegt, damit du die Natur erleben kannst, ohne sie zu zertreten. Abseits störst du Wildtiere und gefährdest dich selbst, etwa an der Steilküste.
Tipp: Nimm ein Fernglas mit. Damit siehst du Vögel und Wild aus sicherer Entfernung viel besser.
🏖️ Dünen schützen
Die Dünen halten Sturm und Hochwasser vom Hinterland fern. Strandhafer hält den Sand fest, und am Boden brüten gut getarnte Vögel wie der Sandregenpfeifer.
Tipp: Geh nur über die beschilderten Strandaufgänge. Windschutz gibt dir ein Strandkorb oder eine Strandmuschel, nicht die Düne.
🔥 Kein Feuer in der Natur
Lagerfeuer, Grill und Zigaretten können Dünengras und Küstenwald in Brand setzen, gerade im trockenen Sommer. In Nationalparks ist offenes Feuer grundsätzlich verboten.
Tipp: Nimm einen Taschenaschenbecher mit. Ob und wo Strandfeuer erlaubt sind, regelt die jeweilige Gemeinde.
🗑️ Müll wieder mitnehmen
Plastik, Dosen und Kippen landen schnell im Meer. Möwen, Fische und Seevögel verwechseln Müll mit Futter oder verletzen sich daran.
Tipp: Pack eine kleine Mülltüte ein und nimm alles wieder mit, auch Obstschalen und Zigarettenstummel.
⛺ Nicht am Strand oder im Wald übernachten
Nachts sind viele Tiere unterwegs, die Ruhe brauchen. Wildcampen ist an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern nicht erlaubt, im Nationalpark erst recht nicht.
Tipp: Plane deine Übernachtung auf einem Campingplatz oder in einer Unterkunft und buche in der Saison rechtzeitig.
🐕 Hunde anleinen
Freilaufende Hunde jagen Jungvögel, Hasen und Rehkitze, oft ohne dass du es merkst. Umgekehrt können Wildschweine oder Kreuzottern auch deinem Hund gefährlich werden.
Tipp: Lass deinen Hund nur an ausgewiesenen Hundestränden und Auslaufflächen frei laufen. Die Regeln legt jede Gemeinde selbst fest.
🤫 Rücksicht nehmen und leise sein
Wildtiere sind scheu. Musikboxen und lautes Rufen verscheuchen sie, und Tiere, die ständig flüchten müssen, verlieren wertvolle Kraft.
Tipp: Wenn du ein Tier siehst: stehen bleiben, ruhig bleiben, Abstand halten. Robben und Jungvögel am Strand nicht anfassen.
Wenn die Natur reden könnte: #natürlichMitVerantwortung
Mit der Initiative #natürlichMitVerantwortung werben die MV Tourismus GmbH und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern für einen achtsamen Umgang mit der Natur. Statt Verbotsschildern kommen die Bewohner selbst zu Wort: Möwe, Reh, Fuchs und Co. erklären mit einem Augenzwinkern, was sie sich von uns Gästen wünschen. Wir unterstützen die Initiative und zeigen dir hier ihre Motive.









Motive: Kampagne #natürlichMitVerantwortung der MV Tourismus GmbH, Bildpool Urlaubsmarke MV (urlaubsmarke.tourismus.mv). Die Motive gelten für Mecklenburg-Vorpommern und dürfen nicht verändert werden.
Wo besonders strenge Regeln gelten
Vorpommersche Boddenlandschaft
Darßer Weststrand, Zingst und der Westen von Hiddensee gehören zum größten Nationalpark an der deutschen Ostseeküste. Hier rasten im Herbst zehntausende Kraniche. Bleib auf den Wegen, Hunde gehören an die Leine.
Jasmund auf Rügen
Kreidefelsen und alte Buchenwälder, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Die Steilküste bricht immer wieder ab: Halte Abstand zur Kante und geh nur auf den markierten Wegen.
Strand und Dünen im Frühjahr und Sommer
Viele Küstenvögel brüten direkt am Boden. Abgesperrte Strandabschnitte sind oft Brutplätze. Ein einziger Schritt oder ein freilaufender Hund kann ein Gelege zerstören.
Auch im Westen gilt dasselbe
Die Motive der Kampagne stammen aus Mecklenburg-Vorpommern, die Regeln gelten aber genauso an der Küste von Schleswig-Holstein, etwa im Naturschutzgebiet Graswarder bei Heiligenhafen. Achte auf die Schilder vor Ort.
Häufige Fragen zum Verhalten in der Natur
Darf man an der Ostsee in die Dünen gehen?
Nein. Dünen sind Küstenschutz und Lebensraum, das Betreten ist an der Ostseeküste in der Regel verboten. Nutze die ausgeschilderten Strandübergänge und Bohlenstege.
Darf man am Ostseestrand übernachten oder wild campen?
Nein. In Mecklenburg-Vorpommern ist Wildcampen am Strand und im Wald nicht erlaubt, in den Nationalparks gilt das besonders streng. Für Wohnmobil und Zelt gibt es viele Campingplätze direkt an der Küste.
Wo darf mein Hund an der Ostsee an den Strand?
An den ausgewiesenen Hundestränden. In der Saison sind Hunde an den normalen Badestränden meist nicht erlaubt, und in Naturschutzgebieten und Nationalparks gilt Leinenpflicht. Die genauen Regeln stehen bei der jeweiligen Gemeinde.
Darf man am Strand grillen oder ein Lagerfeuer machen?
Nur dort, wo die Gemeinde es ausdrücklich erlaubt. In Nationalparks, im Küstenwald und in den Dünen ist Feuer verboten, bei Trockenheit kann es zusätzlich Waldbrand-Warnstufen geben.
Darf man Muscheln, Steine oder Bernstein mitnehmen?
Kleine Mengen am normalen Strand sind in der Regel kein Problem. In Nationalparks und Naturschutzgebieten gelten strengere Regeln, dort lässt du besser alles liegen. Mehr dazu auf unserer Seite zu Strandfunden.
Was mache ich, wenn ich ein Jungtier oder eine Robbe am Strand finde?
Abstand halten, nicht anfassen und Hunde fernhalten. Oft ist das Muttertier in der Nähe. Wirkt das Tier verletzt, melde dich bei der Gemeinde, der Polizei oder dem zuständigen Nationalparkamt.
Grundlage dieser Seite sind die Verhaltensregeln der Initiative #natürlichMitVerantwortung (MV Tourismus GmbH / Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.). Die Regeln vor Ort, etwa zu Hundestränden oder Strandfeuern, legen die Gemeinden und Nationalparkämter fest.
Zuletzt aktualisiert: · Redaktion Wir lieben die Ostsee